„Wie du am Ende deines Lebens wünschest gelebt zu haben, so kannst du jetzt schon leben.“
(Mark Aurel)

Unterstützung bis zum Schluss

Ambulante Palliativ Versorgungversorgung Susanne Kleine

Ein breit aufgestelltes Team der Palliativversorgung: Angela Zintgraf, Sigrid Grote, Susanne Wegner, Anne- liese Heidrich, Susanne Kleine, Sabine Hoffmann, Michaela Klingenberg, Daniela Brackebusch und Julia La- tocha.

Bockenem / Rhüden. Am Ende des Lebens spitzen sich die Dinge zu. Da ist oft viel Angst: vor den Schmerzen, vor dem Ungewissen. Auch die Angehörigen sind stark belastet. Für die Region Bockenem und Rhüden bietet die Diakoniestation Hildesheimer Land gemeinsam mit dem Palliativstützpunkt St. Vitus Seesen Unterstützung in dieser sensiblen Schlussphase an. Ambulant, rund um die Uhr, in einem großen Netz spezialisierter Fachkräfte.

Die Kooperation der beiden Organisationen feiert gerade ihren dritten Geburtstag. „Es ist gut angelaufen“, sagt Susanne Kleine, Geschäftsführerin beim Palliativstützpunkt St. Vitus, der als gemeinnütziger Verein sterbende Menschen zwischen Bockenem und Seesen, im Landkreis Osterode und im Oberharz betreut. Für den Ambergau stellt Susanne Kleine allerdings auch fest: „Es gibt immer noch Angehörige und Hausärzte, die nicht viel über dieses Angebot wissen.“

 

 

In der so genannten „spezialisierten ambulanten Palliativversorgung“ (SAPV) arbeiten speziell ausgebildete Mediziner/-innen und Pfleger/-innen eng mit Seelsorger/-innen und ehrenamtlichen Hospizkräften zusammen. Der Fachbegriff „Palliativ“ steht für eine Versorgung, die die Linderung von Symptomen zum Ziel hat, wenn eine Heilung nicht mehr möglich ist. Die Kosten werden, wenn eine Patient/-in in das Programm eingeschrieben ist, komplett von der Krankenkasse übernommen. Anneliese Heidrich, die Leiterin der Diakoniestation Hildesheimer Land, betont, dass das Angebot nicht die Betreuung der jeweiligen Hausärzte/-innen und Pflegedienste ersetzen soll, sondern vielmehr als sinnvolle Ergänzung zu verstehen ist.

Die SAPV gibt es für Menschen, die noch zu Hause oder auch im Pflegeheim leben. „Die meisten Patienten bleiben mit unserer Unterstützung bis zum Schluss zu Hause“, sagt Anneliese Heidrich. Wenn nötig, kommen die Pflegekräfte in der letzten Phase mehrmals am Tag. Auch nachts. Die Pflegerinnen haben eine Rufbereitschaft rund um die Uhr, außerdem gibt es die 24-Stunden-Hotline 0160-7018881.

Die SAPV-Pflegekräfte, durchweg Krankenschwestern und Altenpflegerinnen mit einjähriger Zusatzausbildung, mildern körperliche Symptome wie Schmerzen und Übelkeit, haben aber auch Zeit für Gespräche, Zuwendung und Trost. Hinzu kommen Ratschläge für die Bewältigung des Alltags. „Die Fachkräfte sehen manchmal ganz andere Dinge als die Angehörigen. Mit kleinen Veränderungen lässt sich oft viel bewirken“, sagt Susanne Kleine. Letztlich gehe es darum, Lebensqualität, Geborgenheit und Sicherheit zu erhalten. Dabei gelte aber: „Der Wille des Patienten steht immer an erster Stelle.“

Übrigens sei die Vermutung falsch, dass Palliativdienste in erster Linie für alte Menschen da seien, betonen Anneliese Heidrich und Susanne Kleine. Die Begleitung Schwerstkranker und Sterbender ziehe sich durch alle Altersstufen. Manchmal dauert dieser Prozess nur wenige Tage, mitunter aber auch mehrere Monate. bo

 

Nähere Informationen gibt es in der Diakoniestation Hildesheimer Land, Telefon (05067) 246781, und im Palliativstützpunkt St. Vitus Seesen, Telefon (05381) 4910095.

 

Quelle: seesener-beobachter.de

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